30 Days of Women and Herbs – Frauendreissiger – Nr. 2

Andorn(Deutsche Version unter der Englischen)

And on we go with the herbs, this one an example for herbs that are typically collected at the Summer Solstice, though. Before I get into details, here’s a nice lore about witches and herbs, despite the Christian “editing.”

Once upon a time, there supposedly lived real witches in Östen near Umhausen in Tyrol. They always knew everything about bad luck with livestock and people in advance. In front of their house was a beautiful garden with all kinds of good smelling flowers, blooming an a variety of colors. People loved walking by, to at least inhale the sweet smell from afar and enjoy the beautiful sight. The witches didn’t grow the flowers for the benefit of the people, however, but for their demise. All flowers were poisoned. When a passer-by looked at the witches’ garden, one of the witches was immediately there, picked a few flowers and gave it to the greatful person. But nobody, who smelled the flowers, got away without an illness.

So, to make it real easy, I put the Christian edits in cursive. Just forget them, and you’ll have the core story. The witches apparently practiced divination – that’s how they knew about people and livestock. Replace flowers with herbs, and you have what this lore is really about. Of course everybody was happy to get a bunch of healing herbs just when walking by. Wouldn’t you, especially if you trusted that the witches knew exactly what you needed?

Anyway, they probably had the following herb in their garden as well:

Horehound  (Marrubium vulgaris or rafanum)

What a name? Other names in German mean:  Forget God, God-forgotten, Mary’s nettle, Chest herb, and Help herb.

Well, chest herb indicates its use for lung ailments, but it is also good against constipation, and dandruff, jaundice, and when the period is late.

If livestock does not want to eat, hang some horehound around its neck, and when put under bee hives it induces procreation.

Deutsche Version

Weiter geht’s mit den Kräutern. Obwohl, das heutige ist ein Beispiel für das typische Sonnwendkraut. Bevor ich aber ins Detail gehe, hier noch eine nette Sage über Hexen und Kräuter, abgesehen vom den christlichen Einfügungen.

In Östen bei Umhausen  sollen einst wirkliche Hexen gelebt haben. Sie wussten jedes Unglück bei Vieh und Leuten immer voraus. Vor dem Hause der Hexen war ein herrlicher Garten mit  allerlei wohlriechenden, in allen Farben leuchtenden Blumen. Die Leute gingen  gerne daran vorbei, um wenigstens von der Ferne den süßen Duft einzuatmen und
die Augen an der seltenen Blumenpracht zu weiden. Doch die Hexen pflegten  diesen Garten nicht zum Wohle, sondern zum Schaden der Menschen. Alle diese  Blumen waren vergiftet. Kam jemand vorbei und schaute in den Hexengarten  hinein, war sofort eine oder die andere Hexe da, pflückte einen kleinen,  schönen Strauß und reichte ihn dem hocherfreuten Wanderer. Aber niemand, der an  diesem Blumenstrauße roch, kam ohne irgendeine Krankheit davon.

Um es den geneigten Lesern wirklich einfach zu machen, habe ich die offensichtlich christlichen Zusätze kursiv gedruckt. Man kann sie einfach vergessen.

Ganz offensichtlich haben die Hexen Divination betrieben – so wussten sie nämlich über Unglück bei Vieh und Leuten bescheid. Ersetzt man Blumen mit Kräuter, hat man das, worum es in der Sage eigentlich geht. Natürlich war jeder froh einen Strauß mit Kräutern in die Hand gedrückt zu bekommen, nur wenn man vorbei ging. Wärest Du nicht auch erfreut, vor allem wenn du sowieso darauf vertrauen könntest, dass Dir die Hexen genau die Kräuter geben, die Du brauchst?

Wie dem auch sei, sie hatten wahrscheinlich auch das folgende Kraut in ihrem Garten:

Andorn (Marrubium vulgaris oder rafanum)

Volkstümlich:    Gottvergiß, Gottvergessen, Mariennessel, Dorant, Brustkraut, Helfkraut

Wie die Bezeichnung Brustkraut schon andeutet, wird die Pflanze vor allem bei Lungenerkrankungen, aber auch bei Verstopfung, Schuppen und Flechten, Gelbsucht und bei ausbleibender Menstruation angewandt.

Fressunlustigem Vieh wird er um den Hals gehängt, und unter Bienenstöcke gelegt regt er die Bienen zu Brüten an.

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